Smarte Geldanlage: Was ist ein Robo-Advisor und wie funktioniert diese Form der digitalen Vermögensverwaltung?

Robo-Advisor arbeiten intelligent sowie selbständig und sind gerade in Krisenzeiten stark

Inhalt

  1. Was versteht man unter einem Robo-Advisor?

  2. Alles digital: So funktionieren intelligente Robo-Advisor

  3. Robo-Advisor mit ETFs nutzen: Wie geht das?

  4. Geldanlage mit Robo-Advisor: Das sind die Vor- und Nachteile

Bei langfristigen Investitionen suchen viele Menschen nach renditeträchtigen Anlageformen. Doch Alternativen erscheinen auf den ersten Blick oft kompliziert und lassen so manchen Kunden zögern. Mit dem sogenannten Robo-Advisor soll sich das ändern: Diese digitalisierte Form der Vermögensverwaltung ermöglicht es Anlegern, sich ein individuelles, wertschaffendes Portfolio aufzubauen, ohne dass sie sich intensiv mit dem Thema Geldanlage beschäftigen müssen.

 

Bisher nutzen noch wenige Anleger diese praktische Möglichkeit, Geld anzulegen – die Tendenz ist aber steigend: Laut einer aktuellen Marktprognose haben im Jahr 2021 rund 2,7 Millionen Deutsche ihre Geldanlage einem Robo-Advisor überlassen; für das Jahr 2025 wird die Nutzerzahl auf fast vier Millionen geschätzt. Vielleicht gehören auch Sie bald dazu? Erfahren Sie in diesem Artikel, was ein Robo-Advisor ist, wie er funktioniert und welche Vorteile dieser intelligente Vermögensverwalter mit sich bringt.

 

Was versteht man unter einem Robo-Advisor?

Früher gab es lediglich Vermögensverwalter aus Fleisch und Blut, heutzutage bekommen sie Konkurrenz aus der digitalen Welt: Vor gut zehn Jahren begannen erste Finanzunternehmen im Hinblick auf Geldanlagen auf die Rechenkompetenz von Computern zurückzugreifen. Daraus entstanden mit der Zeit die sogenannten Robo-Advisor. Ob nun menschliche oder digitale Vermögensverwaltung – ihr Ziel ist das Gleiche: Beide versuchen mehr aus dem Geld ihrer Kunden zu machen. Dazu greifen sie auf bewährte finanzwissenschaftliche Erkenntnisse und Anlagestrategien zurück, indem sie permanent den Markt analysieren, Entwicklungen prognostizieren und das Portfolio ihrer Kunden entsprechend anpassen.

 

Anleger mussten sich also in der Vergangenheit auf die persönlichen Geschicke eines Vermögensverwalters verlassen, wenn sie sich nicht selbst mit dem komplexen Thema auseinandersetzen, aber dennoch von individuellen Geldanlage-Lösungen profitieren wollten. Heute haben sie die Wahl zwischen menschlich oder digital: Das Wort „Robo-Advisor“ setzt sich aus den Begriffen Roboter und Advisor (auf Deutsch: Berater) zusammen. Statt eines Finanzberaters können Anleger nun also auch eine computergesteuerte Vermögensverwaltung nutzen, die sie beim Geldanlegen unterstützt. Viele Robo-Advisor nehmen ihnen dabei einen Großteil der Entscheidungen ab.

Doch die digitalen Anlagehelfer unterscheiden sich je nach Anbieter zum Teil enorm. Derzeit lassen sich die am Markt befindlichen Robo-Advisor grob in diese Kategorien einteilen:

 

  • Portfolio-Berater: Kunden können die jeweilige Software nutzen, um die passenden Wertpapiere für ihr individuelles Portfolio zu ermitteln. Den Kauf der Wertpapiere müssen sie aber selbst vornehmen.
  • Fertig zusammengestellte Fonds: Hier bündeln Anbieter vorab erstellte Portfolios in einem Dachfonds, von dem Kunden an der Börse Anteile kaufen können.
  • Komplette Vermögensverwaltung: Diese Robo-Advisor stellen für ihre Kunden ein individuelles Portfolio zusammen und übernehmen die komplette Verwaltung und stetige Optimierung des Anlagekontos. Zu diesen Anbietern gehört beispielsweise Smavesto.

 

Übrigens: Alle deutschen Anbieter unterliegen der Genehmigung und Kontrolle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

 

Alles digital: So funktionieren intelligente Robo-Advisor

Da Sie nun wissen, was ein Robo-Advisor ist, fragen Sie sich sicherlich, wie er funktioniert. Grundsätzlich basieren die digitalen Vermögensverwalter auf speziellen Computerprogrammen, die sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Dabei arbeiten sie mit mathematischen Algorithmen, die in Sachen Datenauswertung und Objektivität dem Menschen überlegen sind.

 

Zur Geldanlage eingesetzte Robo-Advisoranalysieren tagtäglich große Datenmengen, um die Chancen und Risiken der Kapitalmärkte einzuschätzen und entsprechende Marktprognosen zu erstellen. Dabei kommen unter anderem Tools wie etwa der sogenannte „Returnschätzer“ zum Einsatz, der die Kapitalmarktentwicklung über unterschiedliche Laufzeiten errechnet und dabei aktuelle Gegebenheiten berücksichtigt. Des Weiteren nimmt ein Robo-Advisor aufgrund der vorhandenen Daten Chancen-Risiko-Abgleiche vor, um Portfolios entsprechend der Risikobereitschaft des jeweiligen Kunden anzupassen. Auf diese Weise ermitteln die Algorithmen eines Robo-Advisors etwa ETFs oder andere Wertpapiere, mit denen sich die Anlageziele des Kunden realisieren lassen und passt diese immer wieder neu dem aktuellen Marktgeschehen an.

 

Während einige Robo-Advisor derzeit „nur“ automatisiert arbeiten, gehen Anbieter wie Smavesto bereits einen zukunftsträchtigeren Weg, indem sie ihre Robo-Advisor mit künstlicher Intelligenz ausstatten. Das bedeutet, dass die eingesetzte Software mittels sogenanntem „Machine Learning“ selbstlernend ist und die Algorithmen auf Basis neuer Erfahrungen permanent anpasst und optimiert. Das macht unter anderem die Ausgestaltung des auf den Kunden individuell zugeschnittenen Portfolios noch flexibler, indem beispielsweise auf veränderte Marktbedingungen noch schneller reagiert werden kann. Robo-Advisor mit künstlicher Intelligenz können relevante Daten nicht nur sammeln und auslesen, sondern auch intelligent interpretieren, indem sie Muster (sogenannte „Marktregime“) erkennen, Erfahrungen vergleichen und entsprechend handeln. So lassen sich mit ihrer Hilfe auch ohne eigenes Finanzwissen attraktive Renditen erzielen.

 

Robo-Advisor mit ETFs nutzen: Wie geht das?

Einen Robo-Advisor zur Geldanlage zu nutzen, ist recht einfach: Kunden registrieren sich i. d. R. online auf der Website des jeweiligen Anbieters, wählen das gewünschte Robo-Advisor-Angebot aus, beantworten eine Reihe von Fragen und eröffnen anschließend das dazugehörige Anlagekonto.

 

Sie können sich diese Schritte wie ein Gespräch mit einem persönlichen Finanzberater vorstellen – nur dass es digital per Onlinefragebogen erfolgt. Ihre Angaben sind wichtig, denn sie bilden die Grundlage für das Portfolio (etwa bestehend aus ETFs), das der Robo-Advisor für Sie anschließend zusammenstellt und gemäß Ihrer Präferenzen managt.

 

Bevor Sie Ihre Anlagestrategie mit dem Robo-Advisor festlegen, wird das System Ihnen Fragen stellen, die sich beispielsweise auf folgende Aspekte beziehen:

 

  • Anlagesumme: Hier können Sie unter anderem angeben, ob Sie einen Startbetrag investieren oder lieber einen Sparplan einrichten möchten, bei dem sie monatlich einen fixen Betrag (der sich oft später noch ändern lässt) auf das Anlagekonto einzahlen.
  • Anlageziel: Damit teilen Sie dem Robo-Advisor mit, welches Ziel Sie mit Ihrer Anlage verfolgen. Das kann zum Beispiel der Vermögensaufbau bzw. ‑erhalt, die Altersvorsorge oder die Sicherung der Liquidität sein, aber auch das Sparen auf ein Eigenheim. Eng damit verbunden ist auch der Anlagehorizont, also die Laufzeit der Geldanlage, die der Robo-Advisor für Sie übernehmen soll.
  • Risikobereitschaft: Bei diesem wichtigen Punkt geht es darum, in welchem Maße Sie bereit sind, für Ihr Anlageziel Risiken einzugehen. Oft können Sie dabei zwischen mehreren Stufen wählen, die zum Beispiel mit Begriffen wie „sicherheitsorientiert“, „konservativ“, „gewinnorientiert“, „risikobewusst“ und „spekulativ“ umschrieben sind.
  • Anlageklassen: Die meisten Robo-Advisor investieren in ETFs. Typische Anlageklassen sind hier etwa Aktien, Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe. Bei manchen Anbietern können Sie bestimmte Anlageklassen ausschließen oder deren Gewichtung beeinflussen. Sie können aber auch speziell auf nachhaltige Anlagen setzen.
  • Eventuelle Ausschlüsse: Hier können Sie weitere Präferenzen zu Ihrem gewünschten Portfolio angeben wie etwa den Ausschluss von Investments in Fremdwährungen, in sogenannte „Emerging Markets“ (Schwellen- und Entwicklungsländer) oder aktiv gemanagte Fonds.
  • Weitere Angaben: Außerdem kann der Robo-Advisor unter anderem nach Ihrer Verlusttragfähigkeit, Ihrer aktuellen finanziellen Situation und Ihrer Erfahrung mit Geldanlagen fragen. Damit kann er Sie als Anleger noch besser einschätzen.

Anhand Ihrer Angaben präsentiert Ihnen der Robo-Advisor schließlich ein auf Sie zugeschnittenes Portfolio mit entsprechender Anlagestrategie. Sie müssen dann nur noch Ihre Registrierung als Kunde abschließen, um Ihr Anlagekonto zu eröffnen. Oft dauert dieser Prozess nicht einmal eine halbe Stunde.

 

Geldanlage mit Robo-Advisor: Das sind die Vor- und Nachteile

Wenn Sie darüber nachdenken, etwa die Wahl Ihrer ETFs einem Robo-Advisor zu überlassen, fragen Sie sich bestimmt, welche Vor- und Nachteile mit einer solchen Entscheidung verbunden sind. Schauen Sie sich dazu einfach die folgende Übersicht an:

 

Vorteile bei der Nutzung eines Robo-Advisors:

  • Niedrigschwellig: Eine individuelle Vermögensverwaltung war früher vor allem Kunden mit größerem Vermögen vorbehalten. Robo-Advisor lassen sich dagegen auch mit kleineren Anlagesummen nutzen und sind deswegen für alle Anleger gleichermaßen interessant.
  • Bequem: Gerade, wenn Sie sich nicht gerne mit Finanzthemen beschäftigen, aber dennoch von attraktiven Renditen profitieren möchten, sind Robo-Advisor eine hilfreiche Unterstützung. Im Idealfall müssen Sie sich nach der Eröffnung des Anlagekontos um nichts mehr kümmern, da Ihr digitaler Vermögensverwalter Ihr Portfolio selbstständig managt.
  • Sicher: Abgesehen von Kursschwankungen, welche jedoch bei fast allen Anlageformen auftreten, ist die Geldanlage mittels Robo-Advisor relativ sicher. Denn bei einer Insolvenz des Anbieters oder einer Fondsgesellschaft ist Ihr Geld als Sondervermögen geschützt.
  • Günstig: Ähnlich wie bei passiv gemanagten ETFs arbeitet auch der Robo-Advisor automatisch und rein digital. Das macht ihn im Vergleich zu einer Vermögensverwaltung durch einen persönlichen Finanzberater äußerst kosteneffizient, weil zum Beispiel weniger Gebühren anfallen.
  • Rein digital: Um einen Robo-Advisor zu nutzen, sollten Anleger eine gewisse Online-Affinität mitbringen, da sich alles digital abspielt. Das bedeutet auch, dass Sie bei vielen Anbietern keinen persönlichen Kundenberater haben, falls Fragen auftreten.
  • Automatisiert: Fällt die Entscheidung auf einen Robo-Advisor, so überlassen Sie das Management Ihres Portfolios intelligenten Algorithmen, die anhand Ihrer Vorgaben die passende Anlagestrategie für Sie auswählen. Ihr Einfluss ist somit begrenzt.
  • Langfristig: Weil die meisten Robo-Advisor in ETFs, Aktien und andere Wertpapiere investieren, empfehlen sie sich vor allem für Geldanlagen mit längerem Zeithorizont. So lassen sich eventuelle Kursschwankungen über die Zeit ausgleichen. Für kurzfristige Anlagen sind sie damit weniger geeignet.

 

Nachteile eines Robo-Advisors:

Sie sehen: Wenn Sie sich für eine Geldanlage mittels Robo-Advisors entscheiden, können Sie auch ohne Zeitaufwand und Fachwissen mehr aus Ihrem Geld machen. Um das volle Potenzial eines digitalen Vermögenverwalters auszuschöpfen, empfiehlt sich ein Robo-Advisor von Anbietern wie zum Beispiel Smavesto, der das komplette Management Ihres Anlagekontos übernimmt und dabei auf die Fähigkeiten künstlicher Intelligenz zurückgreift, um immer bessere Entscheidungen zu treffen. Oft finden Sie auf den Websites der Anbieter auch Informationen über die bisherige Performance des jeweiligen Robo-Advisors, die Sie bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen können.

 

Quellen:

https://portal.mvp.bafin.de/database/InstInfo/institutDetails.do?cmd=loadInstitutAction&institutId=149280

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/742036/umfrage/entwicklung-der-anzahl-der-robo-advisor-nutzer-in-deutschland/

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